Foto. Der Verfasser (v.l.): 1996 (Welturaufführung der Videodokumentation "Standhaft trotz Verfolgung" an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Fürstenberg/Havel, ehemaliges Frauen-Konzentrationslager), 2004 (Auschwitz, Polen), 2006 (USHMM, Washington D.C., USA), 2006 (Pressekonferenz, Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster), 2018 (Bad Reichenhall) und 2021 (Freilassing). Mehr ...


Johannes Stephan Wrobel: West-Berlin (bis 1972), Wiesbaden und Selters/Taunus (bis 2008), Baden-Württemberg (bis 2010),
heute: Freilassing, Salzburg - Berchtesgadener Land (BGL), mein Lebensraum seit 2011 |
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jwhistory research & studies, 1996–2008, and today,
a private not-for-profit initiative by Johannes S. Wrobel, Germany (jw, jswrobel)


Vergangenheit. Die öffentlichte Zeitgeschichtsarbeit begann für den Verfasser, der seit 1979 Mitarbeiter der Redaktionsabteilung der Watch Tower Society (Germany branch, Wiesbaden und Selters/Taunus) war, unter anderem bereits 1994 mit einer gehefteten Handreichung, die er auf Wunsch der Gedenkstättenleiterin Prof. Sigrid Jacobeit für Besucher der Ausstellung "Ravensbrückerinnen" in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Fürstenberg/Havel) konzipierte. Die Ausstellung thematisierte unter anderem als Fallbeispiel die im Frauen-KZ inhaftierte Zeugin Jehovas und Bibelforscherin Gertrud Pötzinger, und die Gedenkstätte wünschte sich für Aussenstehende eine allgemeinverständliche Ausarbeitung über den Glauben der einst dort inhaftierten "Bifo"-Häftlinge. Die Publikation, die den Titel "Einige Grundwerte und Glaubensinhalte der Zeugen Jehovas und ihr Verhalten während der Haft" trägt, wurde in Umlauf gebracht und damals nach Rücksprache mit der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/Main hinterlegt, und sie ist auch in der DNB Leipzig nachweisbar.

Die öffentliche Wahrnehmung der vielfach als "vergessene Opfer" bezeichneten NS-Opfergruppe begann nach der viel beachteten Welturaufführung (zusammen mit Zeitzeugen und Historikern) der eigens für die Gedenk- und Öffentlichkeitsarbeit konziperten Film- und Videodokumentation Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime (78 Min., zeitgleich entstand die englische Fassung Jehovah's Witnesses Stand Firm Against Nazi Assault, vgl. Abb. im Foto unten) an der Gedenkstätte Ravensbrück am 6. November 1996 und am folgenden Tag an der TU Berlin (Zentrum für Antisemitismusforschung). Die allgemeine und selbst durchweg sachliche mediale Wahrnehmung sollte sich in den folgenden Jahren in bemerkenswerter Weise in Deutschland und anderen Ländern fortsetzen, da das Video in über 100 Sprachen und in einer Kurzversion für Schulen (28 Min.) erschien und unzählige ähnliche Veranstaltungen wie in Ravensbrück, doch mit örtlichem Bezug und Zeitzeugen, im In- und Ausland große Beachtung fanden. (Eine Anzahl der dafür verfassten Manuskripte werden hier präsentiert.)

"Erinnern für die Zukunft", "Die Würde des Menschen ist unantastbar" und unter anderen Leitgedanken widmete sich der Verfasser besonders intensiv von 1996 bis 2008 dem personalisierten Andenken von Menschen, die unter den deutschen Diktaturen des Nationalsozialismus und der SED ihrem christlichen Gewissen gefolgt und dafür entrechtet, verfolgt oder getötet worden waren, darunter hunderte Kriegsdienstverweigerer aus dieser Gruppe im zweiten Weltkrieg. Bei der Zeitgeschichts- und Gedenkarbeit war "jwhistory" ein persönliches Label oder die Klammer, unter der Manuskripte und Texte, die für öffentliche Veranstaltungen im In- und Ausland, Ausstellungen, für die Übergabe von Erinnerungszeichen (Gedenktafeln u.a.), Konferenzen sowie für eine Anzahl deutscher und englischer Veröffentlichungen und anderer Ressourcen mit dem Ziel gesammelt und bewahrt wurden, sie eines Tages in übersichtlicher Form zu Nachschlagezwecken einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Gegenwart. Unter jwhistory führe ich nun hier viele persönliche Texte der Vergangenheit zusammen, die während meiner Zeitgeschichts- und Gedenkarbeit besonders in den Jahren 1996 bis 2008 hauptsächlich zur Verfolgungsgeschichte der Zeugen Jehovas (Bibelforscher) im Nationalsozialismus und unter der SED-Diktatur für Fachreferate, Veröffentlichungen als Essays in Sammelbänden (Foto unten, Auswahl), Ausstellungen und Events im In- und Ausland sowie zur Unterstützung von Projekten von Museen, Archiven, Gedenkstätten, Historikern, Studierenden u.a. entstanden sind. Dazu kommen Essays und Ausarbeitungen zur Entstehungsgeschichte der Religionsorganisation, der die Verfolgten angehörten, in Deutschland und den USA im 19. und 20. Jahrhundert.

Dieses Forschungsthema, das längst nicht ausgeschöpft war, habe ich nach 2008 nicht fortgesetzt und meine institutionellen Zugehörigkeiten (1972–2008) freiwillig aufgegeben. Dennoch blicke ich auf diesen altruistischen Lebensabschnitt in Wiesbaden und Selters/Taunus dankbar und zufrieden zurück.

Heute widme ich mich in einem kleinen Rahmen meinen geschichtsafinen jwhistory-Ambitionen durch ortsgeschichtliche Themen aus meinem Umfeld in Südostbayern und Salzburg und zu allen NS-Opfergruppen gleichermaßen, zB auf einer meiner Facebook-Profile und in der neuen Rubrik "Erinnerungskultur" (siehe linke Navigation, "Gegenwart").

Hinweis. Für Rückfragen stehe ich, wie das bis 2008 der Fall war, leider heute nicht mehr zur Verfügung. Abschließend wiederhole ich den Bewegggrund für die hier präsentierten Zeitgeschichtsarbeiten: "Einerseits möchte ich die Forschungsergebnisse aus meiner VERGANGENHEIT (bis 2008) zu freien Nachschlagezwecken bewahren (auch wenn ich mit der speziellen Nischenthematik und der damaligen Institution an sich heute nichts mehr zu tun habe). Andererseits möchte meine Aufmerksamkeit wieder mehr der Zeit und GEGENWART seit 2008 widmen können. Ich lebe im Heute und erfreue mich an dem Hier und Jetzt, teile mich mit in Text, Bild und "Foto Augen-Blicken", wie das auf dem persönlichen Profilblog www.stephan-wrobel.de geschieht, wo ich EinBLICKE in meine heutigen Interessen gebe. Herzlich willkommen dort" (www.jswrobel.de).


Zitat



Gesamtverzeichnis 1996–2008 *


* Die öffentlichte Zeitgeschichtsarbeit begann für den Verfasser bereits vor 1996, unter anderem 1994 mit der Handreichung "Einige Grundwerte und Glaubensinhalte der Zeugen Jehovas und ihr Verhalten während der Haft", die er auf Wunsch der Gedenkstättenleiterin Prof. Sigrid Jacobeit für Besucher der Ausstellung "Ravensbrückerinnen" in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Fürstenberg/Havel) konzipierte. Weiter ... (siehe oben). Im Jahre 1996 setzte mit Hilfe einer Filmdokumentation eine intensive Gedenk- und Öffentlichkeitsarbeit zur Wahrnehmung der vielfach bislang als "vergessene Opfer" bezeichneten Verfolgten ein, die in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern von 1933 bis 1945 die konstante Häftlingsgruppe mit dem lila Häftlingswinkel (Stigmatisierung ab 1936) geworden waren.



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